Kauen auf Rezept?

Kaugummikauen ist gut für die schlanke Linie. Denn Kaugummikauen hilft nicht nur Heißhunger zu reduzieren, sondern es führt auch häufig dazu, dass zu den Hauptmahlzeiten weniger Kalorien aufgenommen werden.

7,7 Prozent der Deutschen kauen täglich Kaugummi, 20,6 Prozent mindestens einmal in der Woche. Aus verschiedensten Gründen. Das Kauen von Kaugummis hat zum Beispiel einen positiven Einfluss auf die Stressbewältigung, das Konzentrationsvermögen und die Aufmerksamkeit, da laut einer japanischen Studie das Kauen die Blutzufuhr zum Gehirn um bis zu 25 Prozent erhöht. Die anregende Wirkung des Kaugummis kommt dabei weniger von den Inhaltsstoffen (zum Beispiel Grüne Minze), sondern vielmehr durch die Arbeit der Kaumuskulatur, die die Blutversorgung des Kopfes und damit die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert. Zusätzlich wird das Gehirn durch die Reizung des dicht mit Nerven durchzogenen Mundraums angeregt.

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Kaugummi am Schuh: Nicht ärgern, einfrieren!

Der Feind eines jeden Kaugummis ist Kälte. Dann bricht jeder Kaugummi sprichwörtlich in sich zusammen. Also auf zum Kühlschrank, einen Eiswürfel in
die Hand und den Kaugummi kräftig einreiben, mit einem stumpfen Messer vorsichtig den zerbröckelten Kaugummi herauskratzen und den Rest mit etwas Spülmittel auswaschen, fertig! Einfrieren ist ebenfalls eine wunderbare Möglichkeit, den Kaugummi loszuwerden. Wer kein Kältespray im Haus hat, kann den Schuh ins Gefrierfach stellen und den Kaugummi danach von der Sohle abbröckeln. (obx)

Mittlerweile sind die meisten Kaugummis zuckerfrei und somit gut geeignet, um die Zähne zu reinigen. Um ein altes Vorurteil zu entkräften. Kaugummi verklebt entgegen der landläufigen Meinung beim Verschlucken nicht den Magen. Im Magen oder spätestens im Dünndarm werden alle verdaulichen Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Zucker herausgelöst und aufgenommen. Die unverdauliche restliche Masse wird wieder ausgeschieden. Die Lust am Kaugummikauen haben die Menschen schon vor Jahrtausenden entdeckt. Ausgrabungen haben gezeigt, dass schon in der Steinzeit bestimmte Baumharze gekaut wurden. Das erste Patent auf Kaugummi wurde 1869 in den USA erteilt.

Zum Durchbruch verhalf dem Kaugummi eine Vermarktungsidee von William Wrighley Jr., der Backpulver produzierte und jeder Packung zur  Verkaufsankurbelung Kaugummi beilegte. Es war ein Riesenerfolg, der Wrighley veranlasste, selbst ins Kaugummi-Geschäft einzusteigen. Heute ist die Firma der größte Kaugummiproduzent der Welt. (obx-medizindirekt)

Foto: Uniklinik RWTH Aachen / © EkaterinaJurkova/fotolia.de