Irlands Wild Atlantic Way

Die Westküste bietet Natur, Kultur und Abenteuer

Von der windgepeitschten Landzunge Malin Head ganz im Norden Irlands bis zum Naturhafen von Kinsale im Süden der Insel – die wilde Westküste Irlands präsentiert sich als überaus abwechslungsreiche Küstenroute. Der Wild Atlantic Way verspricht eine unvergessliche Reise entlang beeindruckender Klippen, vorbei an einsamen Stränden und fantastischen Buchten.

Beginnen wir im Norden: Donegal ist unberührt, abgeschieden und stets eine Erkundungsreise wert. In dieser zerklüfteten und einsamen Gegend spielt die Natur die Hauptrolle, ob es nun die Granitwände von Slieve League sind, die zu den höchsten Meeresklippen Europas zählen, oder die Polarlichter, die in klaren Winternächten über den Himmel tanzen. Am Mullaghmore Head haben Land und Meer etwas ganz Besonderes erschaffen. Hier liegt Irlands Heimat des Big Wave Surfing. Dieser zerklüftete Abschnitt des Wild Atlantic Way, der von Donegal Town durch Sligo bis ins abgelegene Erris in der Grafschaft Mayo führt, ist bekannt für seine Wellen und lockt die besten Surfer der Welt an. Vom abgeschiedenen Erris bis nach  Connemara schlängelt sich der Wild Atlantic Way südwärts entlang riesiger Buchten. Die größte – Clew Bay – hat angeblich 365 Inselchen und Inseln, eine für jeden Tag des Jahres. Connemara besticht mit einer fantastischen Küstenlinie, die von Meeresarmen, Buchten, Inseln und Moorlandschaften geprägt ist. Und auch Geschichte und Kultur gibt es hier zu entdecken: das elegante georgianische Westport House, die Festung der legendären Piratenkönigin Grace O’Malley auf Clare Island und Derrigimlagh Bog, wo der erste Transatlantikflug der Geschichte landete. Kein Irlandbesuch ist komplett ohne einen Ausflug zu den Cliffs of Moher. Diese legendären Steilklippen, die Teil eines „UNESCO Global Geopark and Special Protection Area“ sind, erreichen an ihrer höchsten Stelle sage und schreibe 214 Meter. Hier findet man seltene Pflanzen, ganze Kolonien von Papageientauchern und Delfine im Überfluss. Dank gut ausgeschilderter Wege und Naturpfade ist das Wandern ein wahres Vergnügen und die Aussichten auf die Aran Islands, die Galway Bay, den Gebirgszug der Twelve Bens und die Dingle-Halbinsel tragen ihren Teil dazu bei. Der Literaturnobelpreisträger Seamus Heaney beschrieb die Gegend als einen Ort, der „das Herz überrascht und öffnet.“ In Irlands wunderschönem Südwesten erstrecken sich fünf großartige Halbinseln kilometerweit in den Ozean: Dingle,Iveragh, Beara, Sheep's Head und Mizen. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer atemberaubender Ausblick. Besucher schweben in einer Seilbahn über den tosenden Ozean, werden von Walen und Delfinen begrüßt oder können Sterne am dunkelsten Himmel Irlands beobachten. Die Küste der Häfen erstreckt sich von der verträumten Bantry Bay über Skibbereen bis zum südlichsten Ort der Wild Atlantic Way: Kinsale. In üppigen Gärten gedeihen Fuchsien und Montbretien, malerische Buchten und endlose Strände machen Lust auf einen langen Tag an der frischen Meeresluft. Dank des Golfstroms ist das Klima gemäßigt, die Vegetation blüht üppig und fast mediterran. Der südlichste Abschnitt des Wild Atlantic Way bietet opulent schöne Landsitze, freundliche B&B-Herbergen und in Kinsale das Gourmetparadies Irlands. 

Die legendären Steilklippen „Cliffs of Moher“
Foto: Uniklinik RWTH Aachen / © George Karbus Photography / Christopher Hill