Kletterseile statt Uffizien

Italien hat mehr zu bieten als Kunst und Cappuccino

Italien, der Stiefel im Mittelmeer, hat wesentlich mehr zu bieten als Dolce Vita, Kunst und Cappuccino. Felskletterer kommen hier beispielsweise voll auf ihre Kosten, die Südtiroler Dolomiten bieten schönste Klettermöglichkeiten in wirklich malerischer Umgebung. Eine Vielzahl klassischer Routen aller Schwierigkeitsgrade steht zur Auswahl, von denen viele mit einer relativ kurzen Wanderung von der Straße aus erreichbar sind. Setzt man die Routenlänge ins Verhältnis zur Anreisezeit, bieten die Dolomiten weltweit die besten Kletterlocations überhaupt.

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Italien mal anders

Die Toskana ist eine Landschaft der Schwefelquellen und reich an natürlichen, heißen Thermalquellen, die Körper und Geist regenerieren. Die natürlichen Seen und Wasserfälle stehen jedem frei zu Verfügung.
Wer mehr wissen möchte: ww.turismo.intoscana.it; www.thermen.org; www.reisespatz.de/toskana-mit-kindern. Und hier, passend zu unserem Geheimtipp, das Thermenhotel in San Filippo: termesanfilippo.com

In Italien gibt es eine Vielzahl großartiger Fels- und Sportklettergegenden, vor allem in den Bergen und Alpen Norditaliens. Wer mehr wissen möchte:
www.climb-europe.com; ww.alpinsportzentrale.de; www.kletterarena. info; www.klettern.de

Aber auch die Toskana, sonst eher berühmt für wunderschöne Landschaft, pittoreske mittelalterliche Dörfer und ein reiches, künstlerisches Erbe, hat Felskletterern einiges zu bieten. In der herrlichen Landschaft stehen fantastische Wände für eine Unmenge von Klettervarianten, von sportlichen Einseillängenrouten bis zu erschlossenen Mehrseillängenrouten in Kalkstein. Auf Elba kann man gut das Klettern mit einem Urlaub mit Familie und Freunden verbinden. Die Insel Elba ist zusammen mit sechs anderen Teil des Nationalparks Toskanisches Archipel und bietet alles, von erschlossenen Meeresklippenrouten bis zu Mehrseillängenrouten. Der Rest der Familie kann derweil tauchen, segeln oder am Strand liegen.

Wer statt Nervenkitzel und sportlichen Herausforderungen lieber Entspannung sucht, sollte sich auf eine Rundreise durch die Thermallandschaft der Toskana machen. Es gibt in der freien Natur zahlreiche Seen, Wasserfälle und Bäche mit Thermalwasser, in die man einfach eintauchen kann. So lernt man die wilde und natürliche Seite der Heilbäder kennen und kann nachempfinden, wie vor Jahrhunderten die Etrusker gebadet haben, die als erste die Heilkraft des Thermalwassers in der Toskana zu schätzen wussten. Am bekanntesten sind zweifellos die Cascate del Mulinoin Saturnia in der Maremma. Die Wasserfälle liegen etwas außerhalb der Ortschaft. Ihr schwefelhaltiges Thermalwasser hat im Laufe der Zeit Kalksteinbecken ausgewaschen, in denen man sogar im Winter baden kann – völlig kostenlos und „open air“. 

Ebenso bekannt sind die Thermen von Petriolo in der Nähe von Siena, deren Wasser eine Temperatur von 42 Grad erreicht und zu den schwefelhaltigsten Italiens gehört. Die Warmwasser-Seen liegen mitten im Wald, in einer beinahe magischen Landschaft. Ganz in der Nähe, und ebenfalls einen Besuch wert, ist Bagno Vignoni, das vor allem wegen seines großen, aus dem sechzehnten Jahrhundert stammenden Wasserbeckens mit warmem Wasser mitten im Ort berühmt ist. Außerhalb der Ortschaft wurde im Parco dei Mulini ein rechteckiges Schwimmbad erbaut, zu dem jedermann freien Zutritt hat.

Ein echter Geheimtipp ist das kleine Thermalbad Bagni San Filippo im Val d’Orcia, etwa 50 Kilometer südlich von Siena, mitten in den Kastanienwäldern des Monte Amiata. Es gilt als das älteste natürliche, von Menschen genutzte Heilbad der Welt, das direkt aus einer heißen Quelle gespeist wird. Hier taucht man in die Wasserfälle und die natürlichen Wasserbecken mit warmem Thermalwasser aus dem Fosso Bianco ein. Traditionelle Kuren werden in den renommierten Thermalorten wie Montecatini Terme oder Chianciano Terme angeboten. Eingebettet in eine herrliche Landschaft bieten diese Thermen neben ihren Kuranlagen in historischen Bauten optimale Möglichkeiten für Freiluftaufenthalte und Erkundungstouren. Mehr dazu gibt es hier: ww.italien.com 

Foto: © IDM Südtirol/Helmuth Rier / © ENIT/Sandro Bedessi